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Die Anzeichen der ADHS
Hauptmerkmale sind Aufmerksamkeitsstörung,
Impulsivität und Hyperaktivität, die häufiger auftreten und stärker ausgeprägt
sind, als bei Kindern auf vergleichbarer Entwicklungsstufe typischerweise
beobachtet werden.
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Störungen der Aufmerksamkeit - kurze
Aufmerksamkeitsspanne, leicht ablenkbar, keine Ausdauer
bei Spielen oder Aufgaben, oberflächliches und
unvollständiges Arbeiten, Tagträumer;
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Impulsivität
- Die betroffenen Kinder handeln spontan und unüberlegt, können nicht
abwarten, drängeln sich vor, platzen z.B. mit Antworten
vorschnell dazwischen, wechseln rasch die Beschäftigung,
können nicht planvoll arbeiten, neigen zu waghalsigem
Verhalten;
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Hyperaktivität
- übermäßiger und oft ungesteuerter Bewegungsdrang. Die Kinder sind sehr unruhig, zappeln ständig, sind oft
unfähig länger still zu sitzen, rastlos und umtriebig,
haben meist ein geringes Schlaf- und ein erhöhtes
Mitteilungsbedürfnis.
Störungen der Aufmerksamkeit zeigen sich
darin, dass Aufgaben vorzeitig abgebrochen und Tätigkeiten nicht beendet werden.
Dies wird vor allem bei Beschäftigungen beobachtet, die geistige Anstrengungen
erfordern. Meist sind die Störungen bei Tätigkeiten, die fremdbestimmt sind
(z.B. Hausaufgaben), stärker ausgeprägt als bei selbst gewählten
Beschäftigungen. Die Kinder wechseln häufig von einer Aktivität zur anderen. Sie
machen Flüchtigkeitsfehler bei Schularbeiten oder anderen Aufgaben. Ihre Arbeit
ist häufig unordentlich, nachlässig und ohne Umsicht durchgeführt.
Impulsivität manifestiert sich als Ungeduld,
als Schwierigkeit, abzuwarten und Bedürfnisse aufzuschieben oder als plötzliches
Handeln, ohne zu überlegen. Die Kinder platzen mit den Antworten heraus, bevor
die Frage vollständig gestellt ist, sie unterbrechen oder stören andere häufig
so sehr, dass sie Probleme im sozialen und im schulischen Bereich verursachen.
Hyperaktivität bezeichnet eine
desorganisierte, mangelhaft regulierte und überschießende motorische Aktivität,
exzessive Ruhelosigkeit, die besonders in Situationen auftritt, die relative
Ruhe verlangen. Die Kinder bleiben nicht ruhig sitzen, wenn sie sollen, klettern
oder laufen in unpassenden Situationen übermäßig herum. Wenn sie aufgefordert
werden, ruhig zu sein oder sitzen zu bleiben, dann können sie sich meist nur für
sehr kurze Zeit daran halten.
Die Störungen können in den
verschiedenen Lebensbereichen unterschiedlich stark
auftreten. Typischerweise werden die Symptome stärker in
Situationen, in denen eine längere Aufmerksamkeitsspanne
oder geistige Anstrengung erforderlich ist oder die den
eigenen Reiz oder den Reiz des Neuen verloren haben (z.B.
dem Lehrer im Unterricht zuhören, Hausaufgaben machen).
Neben den Kernsymptomen treten bei vielen Kindern gehäuft
zusätzlich andere Auffälligkeiten bzw.
Störungen auf, wie z.B. Störungen des Sozialverhaltens,
Entwicklungs- und Schulleistungsdefizite, emotionale Auffälligkeiten,
was ihnen im Alltag - zu Hause, mit Freunden und in der Schule - das Leben
zusätzlich erschwert.
Viele ADHS-Kinder haben
Schulschwierigkeiten. Ihre Schulleistungen und ihr Schulabschluss entsprechen in
der Regel nicht den Ergebnissen ihrer Begabungstests, d.h. diese Kinder bleiben
zumeist unter ihren intellektuellen Möglichkeiten. Die Kernsymptome
Unaufmerksamkeit, Impulsivität und motorische Unruhe im Klassenzimmer führen mit
ihren spezifischen Auswirkungen im Vergleich zu den Gleichaltrigen zu
schlechteren Schulleistungen. Viele ADHS-Kinder schneiden deutlich schlechter als
ihre Altersgenossen im Bereich Lesen, Rechtschreibung, Mathematik und
Leseverständnis ab.
Nicht jedes unaufmerksame, zappelige Kind hat ADHS -
vielleicht ist es nur sehr verspielt, lebendig, lebhaft und reizoffen. ADHS ist eine sehr komplexe Störung und kann nicht
mit einem einzigen Test bzw. einer Untersuchung festgestellt werden. Es muss
abgegrenzt werden, ob die Symptome andere Ursachen haben als ADHS. Solche
Ursachen können sein: Altersentsprechend hohes Aktivitätsniveau insbesondere bei
jüngeren Kindern, isolierte Teilleistungsschwächen oder isolierte Störungen des
Sozialverhaltens, Nebenwirkungen medikamentöser Dauertherapie,
Schilddrüsenüberfunktion usw.

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