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Die Lese- und Rechtschreibschwäche (LRS)
Warum ist eine Lerntherapie bei einer Lese- und
Rechtschreibschwäche notwendig?
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Mögliche Beeinträchtigung
des Bildungsverlaufs
Die immer noch häufig vertretene Meinung, dass sich die
Legasthenie „auswachse“ und dass mit Einsetzen der
Pubertät die Schwierigkeiten sich deutlich verringern,
kann durch Längsschnittstudien nicht belegt werden. Die
Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben sind sehr
entwicklungsstabil, d.h. dass Kinder mit ausgeprägten
Lese- und/oder Rechtschreibschwierigkeiten zum Ende der
2. Klasse häufig bis zum Schulabschluss ihre Schwäche
behalten.
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Mögliche
Störungen der Persönlichkeitsentwicklung Neben Beeinträchtigung des Bildungsverlaufs können sich
auch Störungen der Persönlichkeitsentwicklung und der
sozialen Anpassung ergeben. Immer wiederkehrende
Misserfolge im Zusammenhang mit der Schule, ein erhöhter
Zeitaufwand beim Lernen und ein Mangel an Anerkennung
führen zu einer Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls.
Eine Häufung psychischer Auffälligkeiten bei Kindern mit
LRS wird immer wieder beschrieben. Dabei werden
insbesondere folgende Störungen erwähnt:
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Emotionale Störungen Insbesondere im frühen Schulalter zeigen viele Kinder
mit LRS Leistungsängste, überempfindliche Reaktionen bei
Kritik und eine Neigung zu Verstimmungszuständen. Viele
Kinder entwickeln Schulunlust und Schulangst. Einige
reagieren mit Rückzug und depressiven Symptomen oder mit
Auflehnung, Trotz und aggressivem Verhalten.
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Psychosomatische Beschwerden
Im Zusammenhang mit schulischen Anforderungen wird über
Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen geklagt. Die
Kinder geben Kopfschmerzen an und neigen zu
Schlafstörungen. Ein sekundäres Einnässen kann
auftreten.
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Hyperkinetische und
Aufmerksamkeitsstörungen Vielen Kindern mit LRS fällt es schwer, sich auf
Aufgaben zu konzentrieren. Sie zeigen eine motorische
Unruhe und das Stillsitzen fällt ihnen schwer.
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Störungen im Sozialverhalten Manche Kinder mit LRS neigen zu verstärkten
Trotzreaktionen, Wutanfällen und aggressivem Verhalten.
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Die Situation zu Hause
Die Hausaufgabensituation zu Hause ist häufig
problematisch. Da Lese- und Schreibübungen zu keinem
rechten Ergebnis führen, sind Kinder und Eltern
frustriert. Die Kinder weigern sich, sobald es um Lesen
und Schreiben geht, und die Hausaufgabensituation
belastet die gesamte familiäre Atmosphäre. Die Eltern,
die bislang eine unauffällige Entwicklung ihres Kindes
beobachten konnten, sind über das Versagen in der Schule
enttäuscht und machen sich Sorgen um die Zukunft ihres
Kindes. Viele Eltern versuchen durch immer intensiveres
und längeres Üben, den Rückstand aufzuholen, wodurch dem
Kind immer weniger Zeit zum Spielen und zur Erholung zur
Verfügung steht. Diese Überforderung kann zu
Verweigerungshaltung mit Schulunlust oder zu
Schulängsten und körperlichen Beschwerden im
Zusammenhang mit schulischen Anforderungen führen.
Auch das Verhältnis zwischen Schule und Elternhaus, wird
häufig angespannt und ist durch gegenseitige
Schuldzuweisungen gekennzeichnet. Von Seiten der Schule
wird mehr häuslicher Fleiß angemahnt, während die Eltern
der Lehrkraft die Schuld für den unzureichenden
Lernerfolg geben.
In so einer Situation ist eine Lerntherapie
sinnvoll und notwendig.
Ein Erkennen der LRS kann zu einer deutlichen
Entlastung aller Beteiligten führen und Verständnis bei Eltern und Lehrkräften
für die Schwierigkeiten des Kindes wecken. Die Therapie orientiert sich nicht am
aktuellen Schulstoff, sondern am individuellen Stand des Kindes auf dessen
Grundlage ein individueller Therapieplan erstellt wird. Neben der Verbesserung
der Lese- und Rechtschreibleistung des Kindes, zielt die Lerntherapie auf
Stärkung des Selbstvertrauens, Verminderung von Versagensängsten und Entspannung
der Situation in der Schule und bei den Hausaufgaben.
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