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Der Begriff der Rechenschwäche (RS)
Bei der Rechenschwäche (Dyskalkulie, Arithmasthenie)
handelt es sich um eine Lernstörung im Grundlagenbereich der Arithmetik.
Die Rechenschwäche ist in der ICD-10-Klassifikation
der Weltgesundheitsorganisation (WHO) neben der Lese- und Rechtschreibschwäche
(Legasthenie) als eine umschriebene Teilleistungsschwäche gelistet. Die
Rechenschwäche ist definiert als Störung, die „eine umschriebene
Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten (beinhaltet), die nicht allein durch
eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene
Beschulung erklärbar ist.“
Demnach handelt es sich bei einer Rechenschwäche
nicht um einen Mangel an Intelligenz oder an Begabung. Es handelt sich ebenso
wenig um die generell mangelnde Fähigkeit zum logischen Denken, sondern um einen
definierten Ausfall im mathematischen Lernen. Bei der RS ist das Verständnis für
Mengen und Zahlen nicht oder nur mangelhaft entwickelt. Das Defizit betrifft
auch die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten.
Bei der Rechenschwäche geht man im deutschsprachigen
Raum von einer Häufigkeit von 4,4 bis 6,7 % aus, wobei Mädchen häufiger
betroffen sind. Häufig treten zusätzlich zur RS andere Schwierigkeiten auf: 17%
der Kinder haben zusätzlich eine Lese-Rechtschreibschwäche. 26 - 42% der Kinder mit RS
haben zusätzlich Symptome einer ADHS.

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