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Die Rechenschwäche (RS)
Warum ist eine Lerntherapie bei einer Rechenschwäche
notwendig?
Die Schwierigkeiten, die rechenschwache Kinder
haben, basieren v.a. auf Defiziten beim Aufbau eines verständigen Mengen- und
Zahlbegriffs. Da bei einer vorliegenden Rechenschwäche grundlegende
arithmetische Einsichten fehlen, können darauf aufbauende mathematische Gedanken
nicht verstanden werden. Die Folge ist, dass im Laufe der Schulzeit die
mathematischen Wissensdefizite immer größer werden. Deshalb sollte man mit einer
Therapie der Rechenschwäche so früh wie möglich beginnen!
Mögliche Folgen einer Rechenschwäche:
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Mögliche Beeinträchtigung
des Bildungsverlaufs
Da eine Rechenschwäche nicht auswächst, können ihre
Auswirkungen auf die Bildungs- und Berufschancen der
betroffenen Kinder gravierend sein. Das Wiederholen
einer Klasse, der Leistungsabfall in anderen Fächern
sowie die Überführung des Kindes in einen Schultyp - der
nicht seinen intellektuellen Möglichkeiten entspricht -
können schulische Folgen einer nicht behandelten RS
sein.
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Mögliche
Störungen der Persönlichkeitsentwicklung
Neben Beeinträchtigung des Bildungsverlaufs können
sich auch Störungen der Persönlichkeitsentwicklung und
der sozialen Anpassung ergeben. Die Erfahrungen, die
rechenschwachen Kindern in der Schule und im Alltag
machen, sind oft von Misserfolgen, Frustration und Angst
geprägt. Viele Kinder reagieren darauf mit zunehmender
Übungsunlust, Mathematikphobie, Schulangst,
Selbstzweifel, Vermeidungsstrategien, Aggressivität,
Clownerie, Ängstlichkeit, Kopf- und Bauchschmerzen,
Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Bettnässen usw.
Je früher eine Rechenschwäche erkannt wird, desto
leichter ist es, die psychischen Folgen dieser
Teilleistungsstörung in Grenzen zu halten.
Ein normaler Schulunterricht wie auch klassischer
Nachhilfeunterricht kann bei rechenschwachen Schülern nicht zum Erfolg führen,
wenn standardisierte, auf eine Gruppe bezogene Verfahren zum Einsatz kommen und
nicht an der individuellen Lernausgangslage angeknüpft wird. Die
Dyskalkulietherapie orientiert sich dagegen nicht am aktuellen Schulstoff,
sondern am individuellen Stand des Kindes auf dessen Grundlage ein
individueller Therapieplan erstellt wird.
Die bloße Vermittlung von mathematischen Inhalten
ist auch aus dem Grund nicht ausreichend, da in der Regel zugleich das
Arbeitsverhalten gefestigt, Wahrnehmungsleistungen verbessert und die
Aufmerksamkeitsspanne erhöht werden müssen. Die Stärkung des Selbstvertrauens
und der Abbau von Versagensängsten sind weitere Bestandteile der Lerntherapie.

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